Nullnummer – Worum geht’s?

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Wir schreiben Freitag, den 1. Februar 2019 und vor drei Tagen, nämlich am 29. Januar 2019 hat der Verteidigungsausschuss etwas bekannt gegeben – nämlich, dass er einen Unterausschuss gebildet hat und diesen als Untersuchungsausschuss einsetzt.
Das war nicht ganz überraschend, denn es kündigte sich bereits im ausgehenden Jahr 2018 an.

Grund dafür ist die so genannte Berateraffäre um das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg). Genauer gesagt geht es um einen General im Beschaffungswesen der Bundeswehr und seine Verquickungen mit der Unternehmensberater-Branche. Es geht auch um Strukturen, Abläufe und die so genannte Compliance – also die Einhaltung von Regeln und definierten Abläufen.
Es sollen Beratungsleistungen falsch abgerechnet worden sein und gut dotierte Beraterverträge an den Ausschreibungsrichtlinien vorbei vergeben worden sein.

In der Presse wird von so genannten Buddy-Netzwerken, oder im Verwaltungs-Slang von Kennnetzwerken gesprochen. Man könnte es jedoch auch einfach als Vetternwirtschaft bezeichnen.

Was da dran ist soll nun ein Untersuchungsausschuss im Bundestag bis zur Sommerpause klären. Der Zeitplan ist durchaus ambitioniert, Zeugen müssen benannt, sowie geladen und angehört werden.
Es ist mittlerweile Üblich, dass solche Ausschusstage gut und gern bis in die späten Abendstunden – also bis Mitternacht – gehen. Und so kommen schnell Sitzungszeiten von mehr als 14 Stunden zusammen.

Soviel zunächst einführend zur Sache. Sie hören “Guter Rat ist teuer”. Dieser Podcast soll der Nukleus sein für eine transmediale Begleitung des Ausschusses. Am Mikrofon sind Patrick Pehl und Kenny Dettmers.

Tja … und was werden wir hier machen? Wir wollen, zusätzlich zu diesem Podcast, in Form von kurzen Videoclips, aber auf Instagram erklären was im Ausschuss passiert. Dazu werden wir die Ausschusssitzungen besuchen, also die Anhörungstage beobachten.

An jedem Tag, an dem eine Sitzung stattfindet, wird es eine Episode des Podcasts geben, aber auch Newsclips. Die werden dann in den sozialen Medien veröffentlicht. Ziel ist es so über den Untersuchungsausschuss breit zu berichten und Erkenntnisse schnell zu kommunizieren.

Im Podcast soll es etwas bedächtiger zu gehen. Hier wollen wir etwas gerafft darstellen was passiert ist und dann aber eben auch eine Einordnung für Euch treffen. Was bedeuten die Aussagen der Zeugen, wie geht es weiter, kann oder muss nun daraus eine Konsequenz gezogen werden.

Alle Infos zum Verfolgen gibt es im Blog zum Projekt: Berateraffäre.de, ihr könnt uns auf Instagram, Twitter und auf Facebook finden, jeweils unter @berateraffäre – mit A E. Aber selbst verständlich sind wir auch per Mail erreichbar: Podcast @ Berateraffare.de. Dazu gibt es auch einen PGP Schlüssel um die Mail bei Interesse zu verschlüsseln.

Jetzt bleibt noch die Frage: Wo kann man den Podcast überall hören oder abonnieren? Ganz einfach: Eigentlich überall – Spotify, Deezer und iTunes, also Apple Podcasts. Überall dort ist der Podcast mit seinem Namen “Guter Rat ist teuer” oder mit dem Stichwort Berateraffäre zu finden. Klassisch per RSS-Podcastfeed lässt “Guter Rat ist teuer” natürlich auch abonnieren. Dazu einfach auf unsere Website Berateraffäre.de gehen und da den Abo-Button drücken.

Und weil dieses Projekt echt viel Arbeit macht, sind wir auf Eure Unterstützung angewiesen. Dieses Projekt soll sich im Wesentlichen durch Euch, also die Nutzer finanzieren. Keine Angst! Es wird keine Bezahlschranke geben, aber gute Berichterstattung kostet viel Zeit und auch einiges Geld für Server, Software und Hardware.
Und um es Euch leicht zu machen ein bisschen was in den Hut zu werfen haben wir einen Steady Account angelegt: SteadyHQ.de/Berateraffäre – auch wieder mit AE. Da könnt ihr einfach eine kleine Beteiligung da lassen.
Selbst verständlich geht auch PayPal und die klassische SEPA-Überweisung.
Und wenn Euch das jetzt ein bisschen zu schnell gegangen ist, dann schaut einfach noch mal auf unserer Website nach Berateraffäre.de. Aber ihr könnt natürlich auch erstmal schauen ob Euch das Angebot gefällt und einfach nur mithören.

In der ersten richtigen Episode wollen wir dann erstmal erklären worum es im Ausschuss geht, wie ein Untersuchungsausschuss zustande kommt und was die Untersuchungsziele des Gremiums sind. Welche Rolle werden Opposition und Regierungskoalition vermutlich einnehmen – und all solche Ding. Am 21. Februar 2019 wird es dann die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses geben. Da weret ihr also auf jeden Fall wieder etwas von uns hören – und eine Woche vorher trifft sich der Ausschuss zu einer nicht öffentlichen Sitzung. Da werden dann vermutlich die Zeugenliste und andere Organisatorischen Dinge besprochen und beschlossen. Also: Vermutlich gibt’s da auch ein bisschen was zu berichten.

Shownotes

Wir auf …

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10 Comments

  1. Ich bin eben über fyyd auf den Podcast gestoßen. Die Idee gefällt mir gut, ich bin selbst früher Soldat gewesen. Heute arbeite ich als Unternehmensberater. Ich arbeite aber nicht für die BW.

    Wird das eher ein „Laberpodcast“ oder ein produzierter Podcast?

  2. Ich bin sehr gespannt. Was werdet ihr wohl auf dieser Webseite machen werdet?! Ich bin gespannt. Mir gefällt es, dass mein Arbeitgeber: die Bundeswehr gefiel Chat werden. Wir als Soldaten – wir als Soldaten werden viel zu wenig ins Licht der Öffentlichkeit gezogen. Wir bekommen zu wenig Aufmerksamkeit.

    Ich möchte aber durch aus wissen welche Machenschaften meine Führung so mitmacht/durchmacht. Ich will wissen in welche Skandale meine Regierung, für welche ich arbeite. Verstrickt ist.

    Ich finde es sehr gut, dass ihr diesen wunderbaren Podcast/dieses über mediale Projekt macht. Egal ob ich jetzt auf YouTube verfolge, in meiner Podcast App verfolge, auf der Webseite verfolge, auf dem Intranet der Bundeswehr versuche euch zu folgen… Alles funktioniert.

    Kurze inhaltliche Kritik: der zweite Mann. Der ist schlecht zu verstehen. Der erste spricht sehr gut. Er spricht wie in Radio Andernach, dem Bundeswehr Sender, der andere spricht leider wie ein Schuljunge. Das muss er noch lernen. Ansonsten ist das ein mäßig gute Podcast. Diesen mäßig guten Podcast würde ich jederzeit empfehlen. Empfehlen: empfehlen um den Hörer zu überzeugen, dass es sinnvoll ist bei der Bundeswehr zu sein. Oder einfach zu empfehlen, dass dieser Podcast hörenswert ist.

  3. Schöne Folge. Leider ist die Audioqualität sehr schlecht. Ich hoffe, dass die inhaltliche Berichterstattung aus dieser (wirklich wichtigen) politischen Ecke gut wird! Macht das wirklich gut! Sonst steht uns vielleicht kein Aufstand bevor, aber ein großer Unmut in der Truppe.

    Macht das richtig gut! Das ist euer fucking Job bei der “Lügenpresse”. ;-) Ich hoffe, dass ich euch demnächst auch leichter im Bundeswehr Netz hören kann.

    Ich bin bei den Jägern. Bitte macht, dass mein Alltag aufgrund dieser Berateraffäre nicht schlecht ist! Ich möchte nicht, dass ihr zu viel Wind macht. ;-)

  4. Ich hoffe ihr haltet durch bis zum Schluss. Ist viel Arbeit! Eins ist aber wichtig und ich glaube da werden viele Zuhörer ungnädig abschalten: Euer Ton muss verbessert werden. Ihr nehmt wohl jeweils woanders auf. Der eine Raum ist trocken udn gut. Der Andere klingt wie im Keller neben der Säge und dem Eimer Blutwurst aufgenommen.

    Kauft Euch beider passende Mikrofone und richtet beide euer Setup her. Podcasts sind mittlerweile sehr gut produziert. Das ist nicht mehr wie früher als man einfach in seinen Zoom H6 reinquatschen konnte. Schau auch mal im Sendegate.de vorbei wenn ihr Fragen oder Probleme habt!

    • Hallo Teubi, ich Danke dir für das Feedback.
      Das Setup von Patrick ist auf einem aktuellen Stand. Ich hingegen arbeite zur Zeit noch mit einem Zoom H2N. Ich werde mich zeitnah umschauen, wie ich mein Setup verbessern kann.
      Viele Grüße
      Kenny

  5. Am Audio bitte noch mal arbeiten. Vor allem wennihr an verschiedenen Orten aufnehmt. Es ist schon recht unangenehm, wenn man erstmal einen sauberen Ton hat und der andere Ton total verhallt ist. Schaut mal im Sendegate vorbei, dort findet ihr bestimmt hilfreiche Tipps um den Ton besser zu gestalten. Schon wenige und einfache Maßnahmen helfen dabei.
    Am Ende kommt man aber sicher nicht drum herum das passende Mikrofon / Headset zu kaufen. Klingt als hätte Patrick da schon Kompetenzen aufgebaut, der Ton klingt sehr gut. Jetzt müsst ihr das noch auf beiden Seiten gut machen.

    Denkt doch auch mal an die Hörsituation der Zuhörer. Entweder tut es weh in den Ohren, wenn der Sprung zwischen guter Tonqualität und schlechter zu groß ist, oder es irritiert. Podcasts werden ja auch oft im Straßenverkehr gehört. Da ist es nicht nur wichtig, dass man alles gut versteht, sondern auch dass man nicht erschreckt wird. :D

    Soviel zur ersten Folge. Finde die Idee gut.

  6. Sie sollten beide gleiche Mikrofone benutzen. Herr Dettmers hat eine schlechte Akkustik, Herr Pehl sollte ihm vielleicht mal erklären wie man Mikrofone benutzt.

    • Das stimmt leider. Patrick hat viel Geld in professionelles Equiptment gesteckt. Bei mir sitzt das Kleingeld leider nicht so locker um mir gleiches Equiptment zu besorgen. Und selbst wenn ich es zur Verfügung hätte, würde ich jede Ausgabe in der Größenordnung mit meiner Partnerin besprechen und dann würde das Geld in Babybrei und Windeln investiert werden. Aber ich selbst gebe die Hoffnung auf bessere Aufnahmetechnik nicht auf und das solltest du auch nicht tun. :)

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